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07.04.2015

Sonnenfinsternis 2015

Frühlingsanfang in Kombination mit einer SoFi! Zwar nur partiell, aber die Sonne soll sich verfinstern, so hieß es. Und tatsächlich: Am Fachgebiet Lichttechnik, Koordinaten 49°52‘40“ Nord, 08°39‘21“ Ost, wurde das Ereignis messtechnisch erfasst. Leuchtdichtebilder der Sonne zeigen eindrucksvoll die Überdeckung durch den Mond.

Sonnenfinsternis2

Dabei gelten für die Messinstrumente ähnlich strenge Sicherheitsvorkehrungen wie für die Beobachtung der Sonne mit ungeschütztem Auge. Um die empfindliche Sensorik der Spezialkamera zu schützen und nicht zu übersteuern war ein Graufilter mit 90 000-facher Abschwächung im Einsatz. Die Leuchtdichte der Sonne liegt im Bereich von Milliarden cd/m2 und erreicht somit das 2-millionenfache eines Smartphonedisplays mit etwa 500 cd/m2.

Gut zu sehen ist, wie der Mond von rechts (Westen) nach links (Osten) über die Sonnenscheibe wandert. Der Bedeckungsgrad betrug um 10:38 Uhr laut NASA 74,0 %, drei Viertel der Sonne waren also abgedunkelt. Der Betrachter auf der Erde kann jedoch mit dem Wert der Leuchtdichte der Sonnenscheibe erst einmal wenig anfangen. Wichtig für den Helligkeitseindruck ist die horizontale Beleuchtungsstärke, die durch den gesamten Himmel verursacht wird. Diese fiel bei maximaler Bedeckung auf 13.000 lx ab und stieg danach kontinuierlich bis auf 67.000 lx an. Somit sank die Beleuchtungsstärke auf ein Fünftel ab und lag damit weit unterhalb des Wertes, der bei einem stark wolkenbedeckten Himmel im Hochsommer erreicht wird.

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